Stadt - Land - Flut

Stadt - Land - Flut

14.07.2011 - 18.07.2011

 

     Gefahrene Kilometer 900

 

Hamburg, das Miniatur Wunderland und die Nordsee riefen ganz laut nach uns.
Was sollten wir machen? Frei nehmen und losfahren natürlich.

14.07.2011

Morgens nach dem Frühstück ging er voller Erwartungen los. Hamburg war ins Visier gefasst worden. Wir wollten die Stadt besichtigen, vor allem das Miniatur Wunderland, ein Mekka für alle Modellbauer, dann noch eine Hafenrundfahrt machen, etwas shoppen und, und, und. Zum Übernachten haben wir den Stellplatz unter der Hochbrücke, sehr zentral gelegen, ausgesucht. Am frühen Nachmittag wollten wir ankommen und den Tag noch ausgiebig nutzen. Soweit der Plan, jetzt die Realität:

23 Kilometer vor Hamburg endete die bis dahin absolut freie Fahrt auf der Autobahn abruppt in einer Vollsperrung. Wir verloren knapp über zwei Stunden, bis es uns gelang die Bahn zu verlassen. Dann schlug der volle Berufsverkehr zu und nach einer weiteren Stunde kamen wir am Stellplatz an... und fuhren nach 3 Minuten wieder ab. Voll, laut, unansehlich und irgentwie nicht wirklich vertrauenerweckend. Er ist sicher, aber auf uns wirkte er eben anders.

Ein Brainstorming wurde veranstaltet und Andrea hatte die Idee, außerhalb einen Platz in einem Ort zu suchen, der einen Bahnhof hat. Von dort wollten wir dann am nächsten Tag mit dem Zug in die Stadt fahren. So wurde als neues Ziel Glückstadt erkoren. Lisa war schnell umprogrammiert und nach eineinhalb Stunden kamen wir an. Der Wohnmobilstellplatz liegt im Hafen vor dem Deich und ist sehr schön gelegen. Er liegt nur wenige Meter von der Elbe entfernt mit dem Blick zur Fähre nach Wischhafen. Nach insgesamt neun Stunden Fahrt hatte ich auch keine Lust mehr auch nur noch einen Meter zu fahren.

Wir machten ersteinmal eine Pause, tranken Tee und beschlossen, in der Stadt essen zu gehen. Eine Wohltat. Den Abend haben wir dann im Womo ausklingen lassen und hatten das Glück, noch ein schönes Naturerlebnis genießen zu dürfen. Jede Menge Vögel landeten auf der Uferböschung direkt vor dem Womo und futterten.

 

 

Später konnte man auf der Elbe dann noch einen Kreuzfahrer passieren sehen.

 

15.07.2011

Weil wir heute viel vorhatten, ließen wir uns vom Wecker aus dem wohlverdienten Schlaf reißen. Vor dem Womo frühstückten schon die Schafe und wir taten es ihnen schnell nach. Natürlich im Womo und etwas Anderes.

 

Anschließend ging es schon durch das schöne Glückstadt zum Bahnhof.

 

Gut eine Stunde später trafen wir in Altona ein, einmal umsteigen und schon stand man am Hauptbahnhof. Dumm war, dass wir zu weit gefahren waren. Drei Stationen zurück und schon konnte man bei den Landungsbrücken die S-Bahn verlassen. Entlang des Wassers ging es in die Speicherstadt zu unserem Hauptziel: Dem Miniatur Wunderland Hamburg. Da wir schon die Tickets im Vorfeld erstanden hatten, brauchten wir in der Warteschlange nicht warten und konnten ziemlich zügig hinein.

Was soll man sagen? Nach vier Photos hatte ich die Kamera wieder eingepackt und wir liefen beide mit staunenden Augen mehrere Stunden durch die Ausstellung. Alle, die sich für dieses Hobby, sofern man nicht besser von einer Leidenschaft sprechen sollte, interessieren, sollten dringend hierher fahren. Es ist sagenhaft.

Macht Euch ein eigenes Bild, denn von uns gibt es ausnahmsweise an dieser Stelle keine.

Das einzige Photo, dass wir zeigen möchten, ist das Startphoto zum Reisebericht. Es zeigt einen Campingplatz auf der Modellanlage.

Der anschließende Wunsch nach einer Hafenrundfahrt, etwas bummeln und einen Kaffee an der Alster genießen wurde aber stark getrübt. Es regnete und hatte sich richtig zugezogen. Nach einer Stunde haben wir dann aufgegeben und sind nach Glückstadt zurückgefahren. In Glückstadt war allerdings das Wetter besser. Darum haben wir noch einen kleinen Spaziergang unternommen.

 

Hier noch ein paar Eindrücke vom Stellplatz.

 

 

 Der Abend wurde dann doch noch schön und zwischen Wolken und trockenen Wetterabschnitten gab es schöne Eindrücke zu genießen. Sogar das Watt leuchtete im Sonnenuntergang. Der Vollmond war die Krönung.

 

 

 

 

 

16.07.2011

Wir hatten spontan keine Lust mehr nochmals nach Hamburg zu fahren. Sattdessen wollten wir die Nordsee genießen. Darum ging es mit der Fähre nach Wischhafen, weiter nach Cuxhaven und dann zum Tagesziel Spieka - Neufeld. Dort kann man direkt im kleinen Kutter- und Yachthafen auf einem gut angelegten Wohnmobilstellplatz stehen. Dabei befindet man sich vor dem Deich, umgeben von Weiden, Vögeln und Wind. Ein kleiner Traum der erholsamen Art; Ruhe pur.

 

 

 

 

 Natürlich wurde ersteinmal nach einem Tee die nächste Umgebung erkundet und eine kleine Wanderung unternommen.

 

 

  

 

Auch eine Form der Wegelagerei.

Und die Wohnmobile versinken in der Marsch.

Den späten Nachmittag verbrachten wir bei kurzen Sonnenschein am Wohnmobil. Allerdings währte der nicht allzu lange, so dass wir den Abend dann im Mobil verbringen mussten. Dafür haben wir es uns aber recht gemütlich gemacht.

17.07.2011

Geweckt wurden wir durch einen starken prasselnden Regen, der uns schon das Schlimmste befürchten ließ. Also erstmal frühstücken und dann alles startklar machen. Wir wollten nur ein paar Kilometer weiter nach Dorum. Kaum saß ich jedoch hinter dem Steuer, hörte es auf zu regnen, der Himmel riss auf und für den Rest des Tages hatten wir zwar kein Kaiserwetter, aber bestimmt Königswetter. Breit grinsend fuhren wir also nach Dorum und stellten uns auf dem dortigen Wohnmobilstellplatz, der übrigens den gleichen Betreiber hat, wie der Platz in Spieka - Neufeld. Kaum angekommen, ging es schon zum Hafen, entlang des Rasenstrandes, Kite - Surfern zuschauen und zum Leuchtturm, der eine tolle Aussicht bietet.

 

 

 

Noch bei Ebbe...

 

... und wenige Stunden später bei Flut.

 

 

 

 Hier war ein Könner unterwegs.

 

 

Dieser Leuchtturm ist hierher versetzt worden und gleichzeitig Museum wie auch Aussichtsplattform.

Insgesamt hatten wir so einen richtig schönen Tag und aufgrund des Umstandes, dass der Stellplatz seltsamerweise fast leer war, auch noch eine ausgesprochen ruhige Nacht.

18.07.2011

Heute Morgen ging es zeitig nach dem Frühstück weiter. Grundsätzlich mussten wir nach Hause, aber nicht sofort. Daher machten wir einen Umweg über Cuxhaven und haben uns dort mal wieder im Hafen umgesehen, waren an den Alten Liebe, etwas einkaufen und haben uns zum Schluss von der Nordsee für kurze Zeit verabschiedet.

Am frühen Abend sind wir zufrieden und ein wenig erholt wieder zuhause eingetroffen. Die Vorfreunde auf die nächste Tour, die uns unter Anderem wieder nach Cuxhaven und dann nach ... (schaun wir mal) ... führen soll, ist schon groß.

 

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