Südliche Weinstraße 2016

 


Südliche Weinstraße

30.09.2016 - 09.10.2016

 

Nachdem wir vor kurzem erst noch in Schleswig-Holstein unterwegs waren, hatten wir nun noch die Gelegenheit für 10 Tage die südliche Weinstraße zu besuchen. Lange hatten wir überlegt, in welche Richtung wir überhaupt fahren wollten, aber irgendwann hatte die Wetterprognose und der Wunsch nach neuem Wein den Ausschlag gegeben. So fuhren wir am

30.09.2016

vormittags los und rollten gen Süden. Da wir hinter dem morgendlichen Berufsverkehr fuhren, waren die 300 Kilometer bis nach Bad Dürkheim staufrei und rasch abgespult. Am späten Mittag kamen wir dort schon an und fuhren auf den Stellplatz von Bad Dürkheim. Jetzt machte sich aber unsere neuestes Problem bemerkbar. Einen Tag vor der Abreise hatten wir feststellen müssen, dass der recht neue Kühlschrank trotz vorangegangener Prüfung einen Monat zuvor, nur auf Strom, jedoch nicht auf Gas funktionierte. Das zwang uns dazu, einen Stellplatz mit Stromanschluss zu finden. Genau hier lag in diesem Moment die Krux. Stellflächen waren auf dem Platz vorhanden, jedoch kein freier Stromanschluss. Insofern mussten wir jetzt suchen. Zum Glück gibt es in der Region eine recht große Auswahl an Stell- und Campingplätzen. Nach dem wir zwei angefahren hatten und alles komplett belegt war, versuchten wir es telefonisch in der Region und riefen einen Winzer mit Stellplatz und einen Campingplatz nach dem Anderen an, nur um die Auskunft  zu erhalten, dass alles an diesem langen Wochenende ausgebucht sei. Na super, und jetzt? Die letzte Alternative brachte zufällig den Durchbruch. Im nicht allzuweit entfernten Wachenheim waren auf einen CP Plätze durch Absagen frei geworden. Also ruckzuck auf dem Weg gemacht und kurze Zeit später konnten wir auf dem CP Wachenheim einchecken. Inzwischen war es schon später Nachmittag geworden und der Neugier auf den Ort kam auf; ebenso auch der Hunger. Die ca. zwei Kilometer Fußweg endlang des Waldes in die Ortsmitte waren in knapp einer halben Stunde erledigt und eine erste Besichtigung konnte erfolgen. Auf dieser Weise fanden wir auch das Restaurant "Alte Münze", welches wir uneingeschränkt empfehlen können. Als wir Abends beim Womo wieder eintrafen setze der erste kräftige Regen ein.

 

01.10.2016

Es schüttete. Wir konnten uns also viel Zeit lassen und erst gegen Mittag ließ es nach. Wir wanderten über den inzwischen bekannten Waldweg wieder in die Stadt. Am Vorabend hatten wir den Tipp zu einem Apfelfest erhalten, dass wir heute besuchen wollten. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um ein großes Hoffest handelte, dass sich aber auf jeden Fall lohnte.

Im Anschluss besuchten wir im Ortszentrum noch die Vinothek "Pfalz-Weisse", die uns sehr angesprochen hatte. Eine spontane Weinprobe führte dann dazu, dass auch ein wenig eingekauft wurde.

 

02.10.2016

Bestes Wetter begrüßte uns, so dass es sich auch lohnte, den CP einmal zu fotografieren.

Wachenheim verfügt über eine Burgruine, der Wachtenburg. Es ist Sonntag, bestes Wetter und oben auf der Burgruine gibt es ein Lokal. Was lag also näher, als eine Wanderung dorthin zu unternehmen. Zunächst wurde natürlich nach der Ankunft die Ruine selbst besichtigt und vor allem die Aussicht bewundert.

Bevor es allerdings zur Stärkung gehen sollte, haben wir in der Umgebung noch eine etwas längere Wanderung unternommen, um einen besseren Eindruck von der schönen Umgebung zu erhalten.

Nach unserer Rückkehr zur Ruine mussten wir allerdings feststellen, dass sehr viele Leute die gleiche Idee hatten, wie wir. Es war voll geworden, was uns jedoch nicht davon abhielt, den leckeren Federweißen zu genießen.

Zwischenzeitlich hatten wir eine kleine Pause am Womo eingelegt, die am Nachmittag wieder unterbrochen wurde. Im Ort fand noch ein weiteres Event statt. Ein Mittelalterfest in den kleinen Gassen von Wachenheim. Total romantisch und stimmungsvoll. Natürlich wurden auch noch ein paar  Eindrücke des Ortes festgehalten.

Eine Sektkellerei.

Um 18:00 Uhr war auf dem Mittelalterfest allerdings Feierabend und wir legten nochmals eine Visite in dem Restaurant Alte Münze ein.

Am Abend liefen wir nach dem Essen noch zur Stadtmauer, an der das Mittelalterfest in moderner Form fortgesetzt wurde. Die Stadtmauer wurde illuminiert und es gab Livemusik. Für uns ein gelungener Tag.

Auf dem Weg zum Womo.

Unser Schritttempo war OK.

03.10.2016

Wachenheim verfügt über einen Bahnhof, von dem aus wir am frühen Mittag nach Neustadt an der Weinstraße fuhren. In Neustadt fand zum Zeitpunkt ein einwöchiges Weinfest statt, welches am kommenden Wochenende seinen Höhepunkt finden sollte. Wir schlenderten durch die Altstadt und genossen das lebhafte Treiben. Unter Anderem gab es auch hier wieder viel Entertainment und Livemusik.

Am späten Nachmittag kehrten wir dann wieder mit dem Zug nach Wachenheim zurück.

 

04.10.2016

Heute wollten wir nach der Abfahrt zunächst einen Kühlschrankreparaturversuch starten. Leider blieb es bei dem Versuch, da die angefahrene Werkstatt keine freien Kapazitäten hatte, um sich unseres Problems ausgiebig annehmen zu können. Schade, aber der Versuch war es Wert. Daher schwenkten wir erneut auf unsere Reiseroute ein und nach etwas Telefonrecherche fanden wir auf einem Weingut in Edenkoben einen Stellplatz.

Nach dem einchecken ging es auch gleich an die Ortsbesichtigung.

Die Umgebung von Edenkoben bietet viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Daher haben wir am Abend noch eine Planung für eine ausgiebige Radtour für den folgenden Tag entworfen.

 

05.10.2016

Die Radtour sollte uns zunächst zur Ludwigshöhe führen, einem Schloss in der Nähe und direkt am Hang des Pfälzer Waldes gelegen. Was hatten wir uns nur angetan? Schnell war klar, dass die Region kein Fahrradland ist. Jedenfalls nicht für uns. Und der Roller stand zuhause. Warum bloß?

Na ja, die Ludwigshöhe hat uns zunächst gut entschädigt. Direkt nebenan liegt noch die Seilbahnstadtion zur Fahrt auf die Ruine Rietburg. Deren Besichtigung hat dann alles endgültig herausgerissen und wir waren mit dem hügeligen Land wieder im Einklang.

Und die Aussicht von weit oben.

Die Rückkehr nach Edenkoben führte uns zunächst noch zu einem örtlichen Künstler, bevor wir bei einem anderen Winzer, ganz in der Nähe unseres Stellplatzes, einkehrten. Das Schild "Winzergarten geöffnet" lockte uns an und schon saßen wir im Gleichen. Bei herlichstem Wetter genossen wir einen leckeren Weißwein und entspannten von der Anstrengung.

Das sollte es aber noch nicht für heute gewesen sein. Frisch gestärkt strampelten wir nach Maikammer, einem der schönsten Dörfer an der Weinstraße, welches zum Glück nicht allzu weit entfernt liegt. Eine gute Entscheidung.

An diesem Abend hatten wir beim besten Willen keine Lust mehr zu kochen. Wir waren redlich geschafft. Daher ging es nochmals zurück zu dem Winzer mit dem besagten Winzergarten und gönnten uns dort eine Kleinigkeit. Wie es wohl so kommen sollte, wurde auch bei dieser Gelegenheit der Weinvorrat für den nächsten Winter ein wenig ergänzt...

 

06.10.2016

Der finale Ort unserer Reise wurde heute angesteuert. Mit einem Umweg über Hauenstein fuhren wir nach Bad Bergzabern. Auch dort hatten wir das große Glück, bei dem Winzer Hitziger mit eigenem Stellplatz einkehren zu können, der auch noch eine Steckdose für uns frei hatte.

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, liefen wir hinunter in die Stadt, um diese kennen zu lernen. Wir verbrachten so noch einen sehr schönen Tag und Abend.

 

07.10.2016

Durch eine Arbeitskollegin von Andrea hatten wir den Tipp erhalten, doch den Nachbarort Dörrenbach zu besuchen. Mit dem Linienbus fuhren wir dorthin und waren von dem kleinen Ort sehr angetan. Vom Ortszentrum aus führen mehrere Wanderwege in die nähere Umgebung und so nahmen wir kurzerhand den Märchenweg unter unsere Füße, welcher uns u.a. zum Aussichtsturm Stäffelsbergturm führte. Insgesamt ein schöner Rundgang, nicht zu weit, aber doch recht anstrengend.

Nach der Rückkehr nach Bad Bergzabern konnten wir dort noch ein paar photographische Eindrücke der ansprechenden Stadt einfangen.

Am späten Nachmittag trafen wir beim Womo wieder ein und mussten gleich erfahren, dass die für diesen Abend beim Winzer geplante offizielle Weinprobe abgesagt wurde. Zuwenige Personen hatten sich angemeldet. Das hält uns doch nicht auf. Zu zweit kann man auch probieren und das taten wir auch. Lecker und erfolgreich. Der Weinvorrat für die nächsten Monate war nun endgültig wieder aufgefüllt.

 

08.10.2016

Im Nachbarort Pleisweiler - Oberhofen, Fußläufig sehr gut zu erreichen, wollten wir in den Weinbergen und Wäldern wandern und das an diesem Wochenende stattfindende Weinfest ausgiebig besuchen.

Nach dem Frühstück ging es auch gleich los und nach gut eineinhalb Stunden Marsch und der Besichtigung einer wunderschönen kleinen Kirche  trafen wir auch schon dort ein.

Es war so einiges zu dieser frühen Stunde los und wir beschlossen, die erste Stärkung vor der Wanderung einzunehmen.

Dann wurde aber der Weinberg gestürmt und gelaufen. Eine herrliche Gegend.

Nach dem Abschluss des Rundweges verbrachten wir noch einige Zeit auf dem Weinfest und wetterten bei der Gelegenheit ein kleines Regengebiet ab, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Ein schöner Tag.

 

09.10.2016

Schon war die Reise fast wieder vorbei. Nach dem späten Frühstück starteten wir in Richtung Heimat, in der wir dann am Nachmittag wieder eintrafen.

Südliche Weintraße nochmals? JA und ob! Es ist eine wunderschöne und vielseitige Landschaft, man kann schöne Dörfer besichtigen, wandern, Wein trinken und feiern, mit sehr netten Menschen sprechen und sich gut erholen.

 

 

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