Mecklenburg-Vorpommern / Usedom

Mecklenburg - Vorpommern /

Usedom

21.08.2009 - 04.09.2009

                Gefahrene Kilometer 2115                              Hier ist die Reiselandkarten

 

21.08.2009

Endlich wieder Urlaub.

Heute am Freitagmorgen noch schnell etwas gearbeitet, dann nach Hause und ab mit dem Womo in Richtung Osten. Ziel unserer Herbsttour ist Mäc-Pomm und die Insel Usedom. Aber zunächst sollte es für ein paar Tage zu Andreas Vater gehen, der in Oranienburg nördlich von Berlin lebt. Die Autobahn 2 war natürlich am Freitagnachmittag gut gefüllt.  Ab der ehemaligen Grenze war das Wetter allerdings nicht mehr so prickelnd.

 

Wir schafften es aber trotzdem, unsere Zeitvorgabe von 7 Stunden einzuhalten und trafen gegen 19:30 Uhr in Oranienburg ein. Das Wetter war inzwischen schon mächtig umgeschlagen, es schüttete und im Berliner Raum blitzte es auch noch. Zwischenzeitlich hatte uns mein Schwiegervater angerufen und mitgeteilt, dass wir nicht wie verabredet zum Firmengelände fahren sollten, auf dem wir in den nächsten Tagen stehen sollten, sondern direkt bei ihm zuhause auf dem Hof. Dort gäbe es zwar eine Hofdurchfahrt, diese sollte aber kein Problem sein. So kamen wir im Dunkeln an und fanden auch gleich die besagte Tordurchfahrt. Sie kam mir etwas klein vor, darum stieg ich ersteinmal aus, um die Größenverhältnisse zu begutachten. Es war zwar sehr schmal, aber mit eingeklappten Spiegeln sollte es schon klappen. Mit Magenknurren ging es los. Im absoluten Schneckentempo, da ich an den Seiten nicht anecken wollte.

Kraaaack! Ich stand sofort auf der Bremse, die Nackenhaare stellten sich auf und ich fluchte lauthals vor mich hin. Das Magenknurren war berechtigt. War der Urlaub am ersten Tag schon wieder beendet? So langsam wie möglich ging es wieder rückwärts. Das Geräusch war grauslig. Draußen habe ich dann im strömenden Regen den Schaden begutachtet. Mist, die Antenne hing schief. Was war passiert? Die Breite passte, die Höhe grundsätzlich auch, aber ich hatte Querstreben in der Dunkelheit übersehen. An denen bin ich hängen geblieben. Mein Schwiegervater war inzwischen auch da und sichtlich erschrocken. Ich war stinksauer auf mich selbst. Wir sind dann sofort doch zum Firmengelände gefahren und meine Absicht für den Abend war nur noch, zu schauen, was zu retten war. Dort angekommen bin ich auf das Dach und habe mit speziellem Panzerband und einer kleinen Plastiktüte alles abgedichtet. Glück gehabt, der Mast schien gebrochen, aber das Dach zeigte keine weiteren Schäden. Nur eine Delle war zu sehen. Die Antenne selbst war geschreddert.

Als das ersteinmal geklärt war ging es zu meinem Schwiegervater und wir haben gegessen und ein verdientes Bierchen getrunken. Die Planung für die nächsten Tage hat sich natürlich geändert.

22.08.2009

Nachdem das Telefonbuch gewälzt war, sind wir zu einem Zubehörhändler mit Werkstatt in Oranienburg gefahren, um zu schauen, in wie Weit der Schaden vom Vorabend behoben werden kann. Leider hatten sie keine Antennen vorrätig; eine Reparatur sei aber am Montag grundsätzlich möglich. Wir könnten ja versuchen in Berlin die Teile zu bekommen. Gesagt, getan und nach ein paar Stunden war bei Berger in Berlin alles eingekauft. Neuer Mast, neues Gelenk, neue BAS 60, jetzt in digital und ein paar hundert Euronen dem freundlichen Händler übereignet. Man mus es sich mal vorstellen: Das Gelenk ist ein recht massives Gussteil und war mittig durchgebrochen. Die Kräfte, die auf den Mast und die Antenne eingewirkt hatten, waren schon enorm und das schon bei diesem geringen Tempo.  Da es mittlerweile Samstagnachmittag war, konnten wir keinen davon überzeugen, die Teile auch noch einzubauen. Na gut, am Montag war das ja in Oranienburg möglich. Den Rest des Tages haben wir dann mit töttern und spielen, Wii - Fit ist geil, verbracht. Inzwischen konnten wir wieder gut lachen.

Ach ja: Die Abdichtarbeit vom Vorabend hat gehalten. Es ist kein Tropfen in das Womo eingedrungen.

23.08.2009

Kaiserwetter. Da zurzeit die Landesgartenschau in Oranienburg stattfand, sind wir zu viert dorthin gelaufen und haben dort ein paar sehr schöne Stunden verbracht. Vor dem Geländer fand gerade eine Veranstaltung von Jennifer Traber statt. Sie war gerade dabei, den Weltrekord im Hochseillaufen aufzustellen. Disziplin: Entfernung = 1200 Meter. Sie hat es geschafft. Mein Kompliment.

Die Gartenschau war klasse. Jede Menge Blumen, Kunst und was sonst so noch schönes gibt.

 

Am Nachmittag haben wir noch eine schöne Fahrradtour unternommen in der schönen Seenlandschaft rund um Oranienburg. Natürlich trifft man dabei immerwieder auf Reste des ehemaligen KZ Sachsenhausen.

Der Verladehafen von Sachsenhausen.

Ein alter Hochbunker im benachbarten Wald.

 

24.08.2009

Heute haben wir den Tag mit der Reparatur des Womos begonnen. Die am Samstag angefahrene Firma war Fix und sorgfältig und der Preis stimmte. Wir hatten richtig viel Glück gehabt. Das Dach selbst war heile geblieben. Nach einer halben Stunde war alles eingebaut und wir sehr zufrieden. Der Urlaub war gerettet.

Tja, letztendlich war es der berühmte Zentimeter, der gefehlt hat; ein teurer Zentimeter. Das passiert mir kein zweites Mal.

Im Anschluss haben wir uns verabschiedet und weiter ging es in Richtung Norden zur Müritz. Ziel war der Wohnmobilstellplatz in Röbel an der Müritz. Da dieser leider belegt war, sind wir weiter nach Waren gefahren und haben uns in den Wohnmobilhafen Kamerun gestellt.

Den Rest des Tages haben wir damit verbracht, die Gegend zu erkunden. Es gibt in unmittelbarer Nähe einen kleinen Yachthaven und einen Klettergarten. Die Liegen kamen bei dem schönen Wetter auch mal wieder zum Einsatz.

 

Am Abend waren wir dann noch in Waren und haben in einem netten Restaurant im Hafen gegessen. Letztlich ein sehr schöner Tag.

 

 

25.08.2009

Wieder ging es zunächst nach Waren um die Stadt zu besichtigen. Im Anschluss haben wir uns eine kleine Fahrt mit einem echten Dampfschiff auf der Müritz gegönnt.

 

 

 

 

 Nachmittags stand dann noch eine kleine Radtour entlang der Elde auf dem Programm.

 

 

26.08.2009

Es sollte weiter gehen. Tagesziel war das Stettiner Haff, genauer gesagt der Ort Mönkebude. Nach einer schönen Überlandfahrt kamen wir gegen Mittag dort an. Der offizielle Stellplatz enttäuschte uns auf dem ersten Blick, aber mein Bauch grummelte wieder, diesmal jedoch im positiven Sinne. Das Womo wurde zunächst einmal dort abgestellt und wir gingen los, um den Hafen und die Umgebung zu erkunden. Danach sollte entschieden werden, ob wir bleiben. Nach 150 Metern war alles entschieden. Mal wieder hatte der Bauch recht behalten. Ein zweiter Stellplatz in bester Lage nur 50 Meter vom schönen Sandstrand mit einer idyllischen Badebucht entfernt. Zwei Minuten später war das Womo umgeparkt und ausgrichtet. 

 

Im Anschluss noch eine kleine Yachthafenbesichtigung.

 

 

Am Abend.

 

 

27.08.2009

Heute war Gammel- und Strandtag. Rumliegen, etwas Wasser an den Füßen, lesen, mal ein schlückchen trinken und fertig.

28.08.2009

Die Fahrräder wurde bemüht. Ich hatte uns eine schöne Tour herausgesucht, so ca. 45 Kilometer, die wir heute in Ruhe abradeln wollten. Es ging zuerst zum Anklamer Torfmoor.

Nächtes Etappenziel war dann die Hubbrücke Karnin, ein Relikt bzw. eine Ruine aus dem 2. Weltkrieg, welches nach einer Sprengung übrig geblieben ist.

 

Unser Problem ab jetzt war, dass wir keine Vorräte in ausreichender Menge mitgenommen hatten; genauso wenig gab es in diesem dünn besiedelten Landstrich Cafes oder Restaurants. Über viele Feldwege kamen wir dann nach Anklam, wo wir uns versorgen konnten. Danach haben wir uns auf den Heimweg zum Womo gemacht bei dem wir am Abend nach insgesamt 75 Kilometern erschöpft ankamen. Gelohnt hat es sich aber trotzdem.

29.08.2009

Morgens wurde im Hafen noch schnell ent- und versorgt. Das neue anstehenden Etappenziel war Usedom, genauer gesagt, die Region um Bansin. Es war Samstag, bestes Wetter und viele hatten die gleiche Idee. Vier Stellplätze haben wir angefahren. Entweder gefielen sie uns nicht, waren völlig überteuert oder schlicht voll. So sind wir dann auf dem Waldparkplatz gelandet. Eine sehr gute Entscheidung. Den Tipp hatten wir im Vorfeld durch Forumsfreunde erhalten.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, unternahmen wir eine kleine Wanderung nach Bansin, dass nur wenige Kilometer entfern liegt. Hin über den Strand, zurück durch den Wald entlang des Dünenrandes.

Ein schöner Tag.

 

 

30.08.2009

Drei Kaiser-Bäder: Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Alle wollten wir uns heute ansehen. Also los mit den Rädern und geschaut.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 Abends wurde noch schön gegrillt.

31.08.2009

In der Nähe des Stellplatzes liegt idyllisch gelegen der Mümmelkensee. Ein kleines Hochmoor, dass verträumt im Wald liegt. Die kleine Wanderung war ein Erlebnis. Darüber hinaus wurde im Anschluss der unendlich lange Strand wieder unsicher gemacht und wir liefen nocheinmal nach Bansin. Ansonsten war es ein Tag zum relaxen.

 

01.09.2009

Es stand mal wieder ein Wechsel an. Ein paar Kilometer weiter gibt es am Achterwasser bei Netzelkow einen Yachthafen mit einem schönen Stellplatz. Der Wechsel war schnell vollzogen. Nicht nur der. Bei einer Erkundung der Umgebung, vor allem des kleinen Dorfes, haben wir eine Zeitreise mitgemacht. Es war alles vor vielen Jahren stehen geblieben und ich hatte immer das Gefühl, gleich kämen die Mädels vom Immenhof mit ein paar Ponys vorbei.

So kann man es gut aushalten.

 

02.09.2009

Weiterreise in Richtung Peenemünde. Zuvor haben wir jedoch in Karlshagen einen Zwischenstopp eingelegt um dort zu frühstücken und in einem Supermarkt unsere Vorräte aufzufrischen.

Dann stand aber das bekannte Museum Pennemünde auf dem Programm. Man muss schon zugeben, dass es sehr beeindruckend ist.

So, dass muss reichen. Trotzdem bleibt festzustellen, dass dies Teil unserer Geschichte ist. Ein bestimmtes Interesse sollte jeder dafür haben und sei es nur als Ermahnung. 

Nach einem kleinen Abschiedsstopp am Strand in der Nähe von Peenemünde haben wir dann Usedom verlassen und sind zunächst bis nach Tessin in der Nähe von Rostock gefahren. Dort haben wir auf einem kleinen und so gut wie leeren Stellplatz, der aber alles bot, eine sehr ruhige Nacht verbracht. Der Ort selbst ist sehr schön und wirkt unglaublich gepflegt.

Tja, wir mussten uns langsam auf den Heimweg begeben. Wir machen das aber gewohnheitsmäßig in Etappen.

03.09.2009 und 04.09.2009

Meistens, wenn wir vom Norden her in Richtung Heimat fahren, landen wir zuletzt in Steinhude am Meer. So auch diesmal. Die letzten zwei Nächte wollten wir hier verbringen.

Es waren noch sehr schöne Tage, die dadruch eine besondere Note erhielten, dass in Steinhude ein Afrikamarkt stattfand. Es gab aus ca. 15 afrikanischen Ländern Stände und Livemusik. Alles in Allem war das noch sehr unterhaltsam und passte gut zu einem Urlaubsabschluss.

 

 

 

05.09.2009

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann in Ruhe und völlig entspannt nach Haus gerollt, wo wir am Nachmittag dann ankamen.

Der Urlaub war zuende, der Kopf und der Körper erholt. Uns ging es gut; was will man mehr?

 

 

nach oben

Copyright 2010 - 2017 by Breckman's wohnmobile Welt