Normandie 1

Normandie

20.05.2011 - 12.06.2011

 

                     Gefahrene Kilometer 2181

Dieser Reisebericht hat diesmal einen etwas größeren Umfang erhalten. Daher haben wir ihn in drei Teile gegliedert.
Teil 1 beginnt direkt hier im Anschluss und umfasst den Bereich der Alabaster- und der Blumenküste.

Der zweite Teil umfasst die Landungsküste und den Mont St. Michel.

Der dritte Teil befasst sich mit dem normannischen Hinterland, den Monet - Gärten bei Giverny und den letzten Tagen an der Mosel um Trier.

Hier findet man die Reiselandkarte zur Tour.


Anfang 2011 hatten wir uns Gedanken darum gemacht, wohin in diesem Jahr die einzelnen Kurztripps und Reisen gehen könnten. Nach Skandinavien im letzten Jahr hatten wir wieder Lust auf südliche und westliche Richtungen für den Haupturlaub. Irgentwie kam dann der Wunsch auf, nach unseren sehr guten Erfahrungen aus dem Jahr 2009, wieder nach Frankreich zu fahren.

Ein letztes Abwägen und das Ziel stand fest. Es sollte die Normandie sein. Attraktiv war dabei unter Anderem, dass es bis zur Normandie von unserer Heimat aus nur 550 Kilometer sind, sie also nur eine bequeme Tagesetappe weit entfernt ist.

Bei der Reisevorbereitung hat uns der Bildband von Dumont und der Wohnmobilreiseführer Normandie von Werner Rau, Verlag Rau, sehr geholfen. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen Tipps aus dem Forum Campers -World. Hier seien vor allem Edith und Günter erwähnt, die unwissentlich viele Tipps beigesteuert hat. Allen vielen Dank dafür.

Weil wir es vollkommen vergessen hatten, durften wir noch knapp zwei Wochen vor dem Start mal eben TÜVen fahren. Hat natürlich nicht geklappt und so musste noch eine Werkstatt überredet werden, zwei neue Bremsscheiben einzubauen. Dann war aber alles klar. In den letzten Tagen vor der Abreise wurde das Breckmobil beladen und betankt und stand fertig vor der Tür. Es konnte los gehen.

20.05.2011

Kurz nach 09:00 Uhr ging es los in Richtung Autobahn. Vorbei an Köln führte die Route quer durch Belgien an die französische Grenze. Dort ging es natürlich mautfrei weiter. Ca. 50 Kilometer vor unserem heutigen Zielort wechselten wir auf die Landstraße, eine der unendlich vielen D - Straßen, die uns demnächst ständig begleiten sollten. Gegen 16:30 Uhr trafen wir dann in Le Treport auf dem Stellplatz ein. An der Schranke wurde direkt der Obulus für zwei Nächte bezahlt, dann ein freies Plätzchen angesteuert und Tee gekocht. Der Stellplatz bietet Flächen für ca. 80 Wohnmobile und liegt ca. 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt.

 

Natürlich ging es dann im Anschluss direkt auf eine erste Erkundung.Nach der langen Fahrt musste einfach alles mal wieder bewegt werden. Wir waren überrascht von den ersten Eindrücken. Es war gerade Ebbe und das Hafenbecken fast leer. Der Weg führte uns dann bis zum steinigen Strand und zum Leuchtturm.

Das war doch schon mal ein schöner Beginn. Wenn es so weiter geht, wird es super.

21.05.2011

Nach dem Frühstück haben wir weiter die Stadt besichtigt. Heute war Markttag und die Fischer haben ihren Fang angepriesen. Es war eigentlich alles zu bekommen.

Weiter ging es durch die Straßen.

 

Fassadenmalereien.

 

 Eine Kirchenbesichtigung stand ebenfalls an.

 

 

 Im Anschluss ging es mit dem Aufzug quer durch die Klippen auf die Höhen.

Von hier aus hat man eine tolle Aussicht über einen Teil der Alabasterküste.

 

 

 

Bei der Gelegenheit haben wir noch einen weiteren Stellplatz entdeckt.

 

Ganz in der Nähe war noch ein kleiner Parkplatz direkt am Rande der Klippen. Dort konnte man auch frei stehen. Wenn man das doch nur eher gewusst hätte. Aber: Er sollte uns noch Dienste leisten.

Nach der doch recht großen Runde stand dann am frühen Nachmittag ersteinmal eine Siesta an.

 Dann ging es aber nochmals los. Am Nachmittag war wieder Flut und wir wollten den Hafen mal mit Wasser sehen.

 

 

 Insgesamt ein richtig schöner Tag. Den Abend haben wir dann auf dem Stellplatz verbracht.

22.05.2011

Da wir keine Lust hatten, nochmals eine volle Tagesgebühr zu bezahlen, nur weil wir nach 09:00 Uhr losfuhren, hatten wir uns überlegt, außnahmsweise mal früh aufzustehen und zeitig zu dem Parkplatz auf den Klippen zu fahren, den wir am Vortag entdeckt hatten. Ich sagte ja, dass er uns noch nützen sollte.

Kurz danach standen wir auch schon dort oben und haben 15 Meter von der Klippenkante entfernt mit einer tollen Aussicht gefrühstückt. Das hat man auch nicht jeden Tag.

Leider war es an diesem Morgen wettertechnisch nicht mehr ganz so prickelnd. Es war zugezogen und ein kalter Wind aufgekommen.

Dann ging es weiter. Wir hatten den Tipp bekommen, dass es in Criel sur Mer recht schön sei. Ein weiter Stellplatz direkt am Meer, dazu kostenlos lud uns ein. Die gigantische Strecke bis dahin von rund 5 Kilometer war schnell überwunden.

 

Kaum hatten wir uns eingerichtet, riss der Himmel auf und alles strahlte in hellem Licht. Da kann man sich wirklich nicht beschweren.

 

Der Ort wurde erkundet, unterwegs ein Kaffee getrunken und die Klippen bestiegen. Eine tolle Aussicht.

Und dann? Siesta!

Später haben wir bei bestem Wetter noch einen schönen Gang nach Criel unternommen. Wenige Kilometer, die uns in einen ruhigen Ort, vorbei an alten Häusern und ein Schloss führten. Alles nett anzusehen. Zurück am Strand konnte man eine fantastische Brandung erleben. Es war wieder Flut.

Nachts hat es zwar etwas geregnet, aber mit den Brandungsgeräuschen im Hintergund war es nur schön.

23.05.2011

Eine Nacht reichte trotzdem aus. Weiter ging es nach Saint Valery en Caux.

 

Eine Hafenstadt mit einem Stellplatz vor der Steilküste am Leuchtturm. Wir hatten noch Glück und konnten so ziemlich den vorletzten Stellplatz ergattern. Etwas voll, etwas eng, aber OK.

Schaut man vom Womo aus nach links, sieht es so aus.

 

Schaut man vom Womo aus nach rechts, sieht es so aus.

Es kann einen wirklich härter treffen.

Nach einer kurzen Einstimmung, siehe oben, ging es dann zur Stadtbesichtigung. Es ging vorbei an der Hafeneinfahrt und dem ersten Hafenbecken.

 Vorbei an alten schiefen Häusern.

 

 Hinein in eine recht neue, aber interessante Kirche.

 

 Nicht zu vergessen ist der Yachthafen.

Aus der Höhe betrachtet ergeben sich neue Blickwinkel auf die Küste und den Stellplatz.

Der Abend kam, das Licht veränderte sich und es wurde sehr stimmungsvoll.
OK, der Leuchtturm hatte es uns angetan.

24.05.2011

Wir wollten noch mehr Küste sehen. Das Tagesziel lautete Fécamp und war ca. 33 Kilometer entfernt. Als wir aber durch die Stadt fuhren, fühlten wir uns nicht so recht angesprochen von dem, was wir sahen. Der Stellplatz sagte uns ebenfalls nicht zu und der Campingplatz war zu ungünstig gelegen. Ein kurzes Brainstorming führte dann zu dem Ergebnis, dass wir auf der Küstenstraße, vorbei an vielen kleinen idyllischen Orten, direkt nach Etretat gefahren sind. Dort haben wir uns dann auf dem Camping Municipal eingemietet. Rasch war das Lager aufgeschlagen.

Und dann? Natürlich ging es auf die erste Besichtigungstour durch die Stadt. Schließlich hatten wir uns für drei Nächte eingebucht. Also hatten wir Zeit und konnten alles in Ruhe angehen. Etretat ist ein kleiner Ort mit schönen alten normannischen Häusern, direkt in einer kleinen Bucht an einem der schönsten Teilstücke der Alabasterküste gelegen.

Auf dem Wege ins Zentrum sieht man dann aber auch solche Schilder. Wir haben uns lange gefragt, was für ein Typ Wohnmobil gemeint sein könnte...

Die Markthalle.

Etretat hat zudem eine sehr schöne Promenade mit Cafes und Restaurants. Sie ist eingeteilt in vier nach Künstlern benannten Teilstücken, die dort einmal gelebt hatten. Der Blick zum Meer und entlang der Küste, vom Strand sieht man nur ein kurzes Teilstück, ist schon berauschend.

Der späte Nachmittag und der Abend wurde relaxend auf dem Campingplatz verbracht. Ein richtig schöner Tag.

25.05.2011

Wie bereits erwähnt, ist die Alabasterküste gerade in dieser Region besonders schön und auch bekannt. Gerade das Wahrzeichen der Normandie, die Felsformation Falaise d'Aval mit der Felsnadel L'Aiguille und das Tor Porte d'Aval, ist ein Reisehöhepunkt. Das wollten wir heute alles sehen. Das Wetter war spitze, wenn auch sehr windig. Das gesehene hat unsere Erwartungen eindeutig übertroffen.
An der Promenade angekommen schwenkt man nach links zur Treppe, die auf die Steilküste führt. Zuvor aber haben wir es ausgenutzt, dass Ebbe war. So konnte man zu einem Tunnel laufen, der durch die Felsen hindurchführt und im Anschluss einen tollen Ausblick bot.

Bei Flut ist hier der Meeresgrund.

Über Leitern führte der Weg weiter.

Andrea immer voraus.

Der Blick zurück.

Durch die Höhle und...

Danach ging es zurück und rauf auf die Klippen.

 

 

Auch die vielen Vögel fühlen sich hier oben im Wind wohl.

 

 

 

 

 

 

Nebenan liegt ein Golfplatz mit Sicht auf das Meer. Schlägt man zu stark ab, ist der Ball futsch.

Zurück auf der Promenade haben wir uns noch eine kleine Segelregatta angeschaut. Alles Kinder im Alter von ca. 10 Jahren. Hier wird viel für die Nachwuchsförderung getan.

 Auf dem Rückweg zum Campingplatz kamen wir noch an einer Reihe schöner Häuser vorbei. Für die Gärten haben hier viele ein gutes Händchen und mit viel Liebe wird gestaltet.

 

 Der späte Nachmittag wurde relaxend verbracht. Schließlich hat man Urlaub. Unterbrochen wurde die Stille dann aber von einer großen Hubschrauberstaffel. Etwas weiter nach Westen gelegen fand in Deauville die G8 - Tagung statt. Die Hubschrauber waren wohl für den Schutz abgestellt worden.

 

26.05.2011

Ein neuer Tag, neue Erwartungen und neue Besichtigungsziele waren auserkoren worden. Schade, dass heute das Wetter nicht so richtig schön war. Es sollten immer wieder Schauer auftreten und der Wind frischte sogar noch auf. Trotzdem ging es wieder in den Ort. Heute wollten wir den anderen Teil der Küste von Etretat besuchen und die Kapelle auf der Klippe besichtigen.

Jede Menge Stufen führten nach oben.

Nach einer Regenpause haben wir dann im Ort noch diese Kirche gefunden und besichtigt.

Der Wind wurde immer stärker, was zu einer tollen Brandung führte.

Am Nachmittag haben wir eine Regenpause ausgenützt, um in der Sonne den Windschutz und den Teppich zu trocknen. Da wir am nächsten Tag weiterfahren wollten, war dies notwendig geworden. Es wurde danach aber nicht mehr so richtig schön und wir verbrachten einen gemütlichen Abend im Wohnmobil.

27.05.2011

Heute brachen wir wieder auf. Das Tagesziel war Honfleur. Auf dem Wege dorthin fuhren wir an Le Havre vorbei, um dort die Pont de Normandie und damit die Seine zu überqueren, die hier in das Meer mündet. Übrigens wurde hier die einzige Mausgebühr fällig, die wir in Frankreich bezahlt haben.

In Honfleur angekommen haben wir uns auf dem Stellplatz gleich einen schönen Platz sicher können. Er bot eine Sicht ins Grüne mit Wasser und eine Fernsicht auf die Pont de Normandie.

 

 

In der Hoffnung, dass das Wetter besser würde, gingen wir im Anschluss direkt in die Stadt. Honfleur ist eine Künstlerstadt mit viel Gefühl für das schöne im Leben. Restaurants, Bars, Galerien und was man sonst dafür braucht gibt es im Überfluss. Man muss sich Zeit nehmen, um die vielen Gassen zu erkunden.

Da uns Honfleur so gut gefallen hat, haben wir natürlich viele Photos gemacht. Es wäre zuviel, hier alle einzustellen. Daher haben wir ein Web - Album erstellt, um alle Bilder zeigen zu können.

Hier geht es zum Web - Album Honfleur.

 

Damit endet auch der erste Teil des Reiseberichtes.

Hier gelangt man zum zweiten Teil .

 

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