Frankreich - Elsass

Elsass

Im Land der Störche

25.05.2012 - 09.06.2012

 

                           Gefahrene Kilometer 1.421                                       

            Hier geht es zum zweiten Teil des Reiseberichtes.


Frankreich und das Elsass riefen und wir konnten wieder losfahren.

Geplant war eine ruhige Reise durch das Elsass mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten. Dank diverser schriftlicher Informationsquellen haben wir uns gut vorbereiten und nicht zuletzt durch die Insiderinformationen von Monika und Achim gute Tipps erlangen können. Aber vor allem das Buch von Ralf Gréus "Mit dem Wohnmobil ins Elsass" (Band 6 aus dem Womo-Verlag), war eine große Hilfe. Vielen Dank dafür. Natürlich haben wir letztendlich je nach Stimmung vor Ort entschieden, wie sich der Reiseverlauf gestalten sollte. Los ging es am ...

25.05.2012

... und zwar am späten Vormittag. Wir mussten noch beide zuvor arbeiten. Auf dem Wege zur Autobahn holte ich Andrea ab und weiter ging es in Richtung Köln. Glücklicherweise kamen wir noch gut durch das Staunadelöhr hindurch und rollten dann weiter nach Rheinland - Pfalz. Tagesziel für heute war Fischbach an der Nahe in der Nähe von Idar - Oberstein. Auf dem Wohnmobilstellplatz des Ortes wollten wir übernachten und bei der Gelegenheit den Platz ausgiebig erkunden. Schön ist er und am Abend kamen wir noch mit dem Betreiberehepaar in Kontakt. Ihm waren die Campers - World - Aufkleber aufgefallen. Wirklich nette Leute.
Der Platz liegt direkt am Ufer der Nahe.  

Es ist wild romantisch.

Nach einem Abendessen im ortsansässigen deutsch - italienisch - indischem Restaurant, was wirklich gut war, hatten wir die erste schöne Reisenacht.

26.05.2012

Weiter ging es nach Frankreich. Das erste Etappenziel für heute sollte Wissembourg sein. Der Ort sollte unser Start in das Elsass darstellen. Einfach, da er direkt hinter der Grenze liegt. Auf dem Weg dorthin sind wir lange über kleine Landstraßen gefahren, die uns schon landschaftlich gut eingestimmt haben. Das Städtchen passt sich gut in die Landschaft ein, ist umgeben von Weinbergen und bietet viele Fachwerkhäuser und ein geschäftigen Treiben.

Meditative Musik, stundenlang und sehr entspannend.

Die Tür ist so klein, Andrea nicht so groß.

Halbe Fachwerkhäuser gibt es auch.

Eine Idylle in der Innenstadt.

Ein Eisbecher musste bei diesem Prachtwetter auch dran glauben. Danach ging es auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz.

Süd-westlich von Wissembourg gibt es den kleinen Weinort Rott. Dort haben wir bei einem Picknickplatz oberhalb des Weinberges und oberhalb des Dorfes einen kleinen Platz für uns gefunden. Wir waren begeistert. Eine super Aussicht und viel Ruhe, hin und wieder ein Einheimischer, der in den Weinberg wollte und viel Sonne. Den restlichen Tag haben wir relaxend verbracht.

Selten konnten wir enstpannter übernachten.

27.05.2012

Weiter ging es und das Ziel hieß Petit-Pierre. Es waren ca. 60 Kilometer durch eine wunderschöne Landschaft.

Unterwegs sahen wir das erste Storchennest.

 

Hin und wieder wurde ein Dorf durchquert und man sah viele tolle Häuser. Irgendwann kamen wir dann in Petit-Pierre an und parkten auf dem Parkplatz vor dem Schlossdorf. Ich nenne das mal so. Man durchschreitet eine Schranke und kommt in einen Dorfteil, der direkt beim Schloss liegt. Auf diesem Parkplatz könnte man übernachten, wenn man möchte. Wir wollten nicht. Besichtigt haben wir trotzdem alles. Zwischendurch haben wir uns noch einen typischen Flammkuchen schmecken lassen.

Das Schloss von innen.

Einen Übernachtungsplatz haben wir dann auf dem kleinem Campingplatz Imsterfeld im Tal unterhalb von Petit-Pierre gefunden. Direkt am Platz angrenzend gibt es ein Tiergehege mit Rehen. Alles völlig handzahm. Eine Idylle.

Ganz in der Nähe befindet sich die Auberge d'imstahl, ein schönes Ausflugslokal mit großem Biergarten und eigenem Teich.

28.05.2012

Nach dem Frühstück ergab sich noch vor der Abfahrt die Möglichkeit, die Tiere hinter dem Zaun von Hand aus zu füttern.

Dann wurde der Turbo hochgefahren und weiter ging es.

Bleibt man aber wachsam, dann kann man auch so etwas unterwegs sehen.

Wir hatten heute nur zwei Besichtigungsziele. Das erste waren die Höhlenwohnungen von Graufthal. Sie sollen noch bis 1958 bewohnt worden sein. Wenn man sich nach einem kleinen Eintrittsobulus die Wohnungen ansieht, ist es schon sehr bedrückend.

Man darf sich nicht täuschen lassen. Alles war feucht und gesund war dieses Leben bestimmt nicht. Im Winter konnte dies alles eine Herausforderung für die damaligen Bewohner darstellen.

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Nach einigen nachdenklichen Minuten ging es dann weiter. Das nächste Etappenziel hieß Bouxwiller. Die Stadt bietet viele schöne Häuser und einige sehr wenige Geschäfte. Da es mittlerweile Mittag war und zu dieser Zeit überall die Bürgersteige hochgeklappt werden, war nichts, aber auch garnichts zu tun. Wir liefen durch den Ort und fotografierten.

Da es uns zu langweilig wurde, beschlossen wir, den anvisierten Übernachtunsgplatz anzufahren.

Unweit von Bouxwiller gibt es einen Höhenzug, auf dessen Kamm man ganz gut stehen kann. Nach links und nach rechts hat man eine schöne Aussicht in die Täler; dabei ist man von Wiesen und Weinbergen umgeben. Wir beschlossen, dass schöne Wetter zu nutzen und machten es uns bequem.

Zwischendurch kamen Wanderreiter vorbei.

Der Abend verwöhnte uns mit einem Traumsonnenuntergang.

Ein weiteres Wohnmobil hat sich am frühen Abend dazugesellt, sich aber gut 100 Meter abseits hingestellt.

29.05.2012

Nach einer seeligen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir heute weiter nach Saverne. Hier wollten wir eigentlich zwei Nächte bleiben. Eigentlich. Neben dem Schloss gibt es einen großen Parkplatz, auf dem eine Fläche für Wohnmobile abgeteilt sein sollte. So ist es aber nicht mehr. Trotzdem fanden wir noch eine Lücke. Schön geht aber anders.

Durch Saverne verläuft der Rhein-Marne-Kanal, mitten in  der Stadt gibt es eine Schleusenanlage und neben dem großen Parkplatz (vor dem Schloss) gibt es einen kleinen Yachthafen. Zudem bietet Saverne eine Reihe von Einkaufsmöglichkeiten, die wir auch nutzten.

 

Eine hübsche Stadt, aber aufgrund des Stellplatzes beschlossen wir nach der Besichtigung, anstelle der geplanten zwei Nächte zu bleiben, direkt weiter zu fahren. 

Zuvor wollten wir in unmittelbarer Nähe von Saverne jedoch noch die Haut - Barr besuchen. Die Burgruine bietet eine hervorragende Aussicht in die Umgebung. Einmal in die Rheinebene, einmal auf die lothringischen Berge.

Unsere Weiterfahrt führte uns nach Lothringen. Auf dem Campingplatz eines deutsch-holländischen Ehepaares, welches sich sehr um seine Gäste bemüht, fanden wir eine freundliche Aufnahme. Da es ein ACSI - Platz ist, war es zudem noch günstig.

30.05.2012

Unersättlich und neugierig wie wir sind, fuhren wir schon wieder weiter. Die Ziele klar vor Augen. Als erstes Stand der Plan incliné, das Schiffshebewerk des Rhein-Marne-Kanals, einzigartig in seiner Bauweise, auf dem Besichtigungsprogramm.

Ein absolutes Muss. Zahlt man einen geringen Eintrittspreis, kann man alles besichtigen und bekommt eine Führung durch den Maschienenraum. Erklärt wird auch in deutscher Sprache.

So läuft die Schleusung ab: Der Trog ist leer, ...

... das Schiff fährt ein, ...

... der Trog fährt den Berg hinauf, ...

 

... Trog und Schiff kommen oben an, ...

... zwischendurch mal eben abschmieren, ein heißer Job, ...

... und das Schiff fährt raus. Fertig.

Schade nur, dass auch hier Mittagspause gemacht wird. Alles wird geschlossen. Also kann man auch weiterfahren.

Nächstes Ziel: Der Rocher de Dabo. Die Kapelle steht am Ort einer ehemaligen Burg auf einem Berggipfel. Nach dem steilen Aufstieg geht man noch ein paar Schritte und kann die Kapelle besichtigen. Vom Turm aus hat man eine perfekte Rundumsicht.

Da uns der Campingplatz unterhalb im Tal nicht so sehr ansprach, beschlossen wir für heute noch ein drittes Ziel anzusteuern. So ging es weiter nach Molsheim. Auf dem Weg dorthin sind wir zum Dompeter bei Avolsheim gefahren, der wohl ältesten Kirche im Elsass. Wenn man möchte, kann man auf dem Parkplatz gut übernachten.

In Molsheim gibt es schönen zentralen Campingplatz, auf dem wir schnell einen schönen Platz ergattern konnten.

Natürlich haben wir noch die Stadt besichtigt.

Dieser Herr lebte und wirkte in Molsheim. Ettore Bugatti hatte in Molsheim seine Heimat. Noch heute gibt es dort ein Werk.

 

Weiter geht es mit dem zweiten Teil des Reiseberichtes.

Dieser führt nach Ribeauvillé, Hunawihr, Riquewihr, Kaysersberg, Colmar, an den Rhein und an die Mosel.

 

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