Ostern im Vinschgau

Ostern im Vinschgau

05.04.2012 - 15.04.2012

 

                   Gefahrene Kilometer 1830

Endlich wieder Urlaub. Nachdem das Breckmobil in den letzten Monaten eine optische und technische Aufpolierung erhalten hatte, konnte es wieder losgehen.

Geplant war eine Tour zusammen mit Heike (Fee on Tour) und Klaus (Dakota). Dies hatten wir uns bei einem Treffen zu Sylvester 2011/2012 so ausgedacht.

Eine Planung gab es nicht. Wir hatten lediglich verabredet, uns in Ladenburg zu treffen und dann der Sonne hinterher zu fahren. Das war dann allerdings nicht ganz so einfach. Es sollte aber eine spannende und schöne Tour werden.

05.04.2012

Andrea hatte heute schon Urlaub und damit die Möglichkeit, den Tag in Ruhe zu beginnen. Ich musste allerdings noch ein wenig arbeiten gehen. Zum Glück hat es sich aber so ergeben, dass ich schon gegen halb elf Uhr Feierabend machen konnte.

Das Breckmobil war so gut wie fertig für die Abreise. Schnell noch ein paar frische Lebensmittel eingeladen und um 12:55 Uhr ging es los. Wir waren überrascht, dass wir ohne Stau direkt bis nach Ladenburg durchfahren konnten. Heike und Klaus waren schon vor Ort und warteten mit einem Kaffee auf uns. Gegen halb fünf Uhr trafen wir auf dem Stellplatz an der Neckarfähre ein und genossen das Käffchen nach einer herzlichen Begrüßung. Da alle Hummeln im Hintern hatten, gingen wir gemeinsam recht bald auf einen ersten Rundgang. Bei dieser Gelegenheit haben Heike und Klaus noch diverse Cache gesucht. Nach einem leckeren Abendessen im nahegelegenen Restaurant sind wir dann noch im Womo versackt und haben geklönt. Ein schöner erster Tag.

06.04.2012

Am Vorabend hatten wir beschlossen, nach Südtirol zu fahren. Hauptziel sollte dabei Meran sein. Nach dem Frühstück ging es dann auch direkt auf die Autobahn. Leider tauchte recht bald ein großes Problem in Form eines langen Staus auf. In der Folge verständigten wir uns darüber, die Route in Richtung Süden zu korrigieren. Der Stau und der notwendige Umweg sorgten dafür, dass wir nur bis Kempten im Allgäu kamen. Der Stellplatz dort war aber belegt, so dass wir uns auf den benachbarten Parkplatz stellten. Schnell wurde noch ein Tee bereitet, bevor Heike, Andrea und ich gemeinsam in die Stadt zur Besichtigung gingen. Heute war Karfreitag und dementsprechend war fast alles geschlossen.

Kempten hat eine sehenswerte Innenstadt, die, an belebten Tagen, sicherlich sehr verlockend ist.

Ein Osterbaum.

Der Abend wurde dann nach einem schlichten aber umso leckeren Abendessen im Womo verbracht. Irgentwie waren wir einfach platt und jeder wollte etwas Ruhe finden.

07.04.2012

Nun sollte es über den Reschenpass gehen. Die Route wurde so gewählt, dass wir vollkommen mautfrei fahren konnten. Bei Füssen ging es über die östereichische Grenze in Richtung Fernpass. Heute war Samstag und für den Urlauber das klassische Wechselwochenende. Auf unserem Weg kam uns eine sehr viele Kilometer lange Kolonne Heimreisender entgegen. Es war unglaublich. Nach dem Fernpass fuhren wir durch eine verregnete aber schöne Landschaft.

Kurz vor dem Reschenpass ging es rechts raus nach Samnaun. Ein heftiger Aufstieg auf spontan etwas über 1800 Höhenmeter. Schnell eingeparkt und schon ging es zollfrei shoppen.

 

Auf dem Abstieg gönnten wir uns noch den Besuch einer Tankstelle. Bei 1,21 € / Liter Diesel haben wir grinsend alles gefüllt.

Hurtig überquerten wir im Anschluss den Reschenpass und fuhren weiter bis Glurns. Dort stellten wir uns kurz entschlossen auf den Stellplatz. Wir buchten uns gleich für zwei Nächte ein. Die Fahrzeuge waren schnell ausgerichtet und nach einem Stärkungstrunk ging es in die kleinste Stadt Italiens. Wir hatten Hunger und wollten eine Pizza. Aufgrund einer Empfehlung fanden wir eine gute Pizzeria und ließen es uns schmecken.

08.04.2012

Ausgeschlafen und unternehmungslustig ging es nach dem Frühstück auf die Stadtbesichtigung. Glurns ist vollständig von einer hohen Stadtmauer eingeschlossen. Viele alte Häuser sind zu bewundern, darunter eine Wassermühle und nette kleine Hinterhöfe als grüne Oasen. Einige Häuser haben noch eigene Mauern mit Zinnen. Es muss damals eine bewegte Zeit gewesen sein.

Tordurchfahrtshöhe 3,5 Meter. Das andere Tor war niedriger und für uns ungeeignet. Es war mächtig eng.

Die Etsch.

Nach dem Rundgang war eine Siesta angesagt, bevor Heike, Andrea und ich am späten Nachmittag einen zweiten Gang unternahmen. Diesmal ging es in die Gegenrichtung.

Den Mädels war zwar kalt, aber ihren Spaß hatten sie dennoch.

Kurz nach unserer Rückkehr zu den Womos sind Heike und Klaus nochmals auf Cachesuche gegangen. In der Nähe waren einige in den zahlreichen ehemaligen Bunkeranlagen versteckt. Abends wurde ein Fernsehabend in aller Ruhe veranstaltet.

09.04.2012

Es war ein kalte Nacht. Das Thermometer zeigte minus 3,5 Grad an. Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst auf die VE. Dabei bemerkte ich, dass irgendetwas unten aus meinem Gaskasten heraushing. Neugierig geworden schaute ich nach. Böse Überraschung: Der Spanngurt der zweiten Gasflasche hing heraus, allerdings ohne Flasche.

Schlagartig konnte ich die Position der zweiten Flasche auf den Quadratzentimeter genau bestimmen. Zuhause in der Garage. Wie blöde. Und das bei diesen kalten Nächten. Andreas Blick, die mich dabei beobachtet hatte, brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Ich beschloss, in den nächsten Stunden kleine Brötchen zu backen.

Danach rollten wir entspannt durch das Vinschgau in Richtung Meran. Unterwegs wurde noch ein Kaffeestop eingelegt. Am frühen Nachmittag trafen wir dann in Meran ein und nachdem wir zunächst außerhalb einen Stellplatz besichtigt und verworfen hatten, landeten wir auf dem Camping Merano im Herzen von Meran. Wir hatten das Glück, noch zwei freie Flächen für uns zu ergattern. Eingebucht hatten wir für zwei Nächte. Nachdem die Fahrzeuge ausgerichtet waren, machten wir es uns in der Sonne gemütlich, tranken ein Käffchen, Klaus baute seinen neuen Grill zusammen und relaxten.

Da der Tag aber noch nicht weit fortgeschritten war, gingen wir im Anschluss in die Stadt. Bis zur Promenade entlang der Passer waren es ca. 10 Minuten Fußweg und man war im Herzen von Meran. Heute war Ostermontag. Die Geschäfte hatten zwar geschlossen, aber die Stadt war trotzdem voll. Überall hat man die Sonne genossen, ging spazieren, aß Eis oder trank einen Aperol und genoß das Leben. Die Stadt summte vor Lebensfreude. Die pralle Sonne, die Wärme und der Umstand, dass schon alles blühte unterstütze den schönen Eindruck, den die Stadt uns gab. Photos vom heutigen Tage gibt es aber nicht. Abends gingen wir in einem guten Restaurant essen. Ein toller Abend.

10.04.2012

Natürlich ging es heute nach dem Frühstück wieder in die Innenstadt. Dort trennten wir uns für mehrere Stunden, da wir jeweils unterschiedliche Absichten und Ziele in der Stadt hatten.

An diesem Tag haben wir viel Fotografiert und den sehr schönen Tag für uns festgehalten. Wir sind durch Geschäfte gebummelt, haben an der Gilfpromenade einen Aperol in der Sonne getrunken, sind entlang der Passer gewandert und haben einfach den Tag genossen.

Die Bilder hierzu, zumindest einen Teil davon, kann man in diesem Web-Album sehen. Es sind 60 Photos.

Da wir heute einfach ein tolles Wetter hatten, konnten wir, endlich, dass erste mal grillen.

11.04.2012

Wir beschlossen, wieder auf Nordkurs in Richtung Deutschland zu gehen. Nachdem wir ausgeschlafen hatten und uns mit einem ausgiebigen Frühstück gestärkt hatten, fuhren wir zum Jaufenpass. Ab ca. 1.300 Höhenmetern ging alles in Schnee über. Auf dem Pass haben dann in der Hütte in 2.094 Metern Höhe eine Pause eingelegt.

Klaus war es kalt geworden.

Die restliche Tagesetappe wurde noch recht lang. Die Route sollte komplett mautfrei sein und so fuhren wir über die Alte Brennerstraße über den Brennerpass, wo wir dann noch im Design Outlet Brenner (DOB) einen Zwischenstop einlegten. Dann ging es weiter nach Innsbruck und dann rauf nach Seefeld zu einer weiteren Pause. Nächster Schritt war die Fahrt nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir eigentlich übernachten wollten. Uns gefiel es dort aber im Nieselregen nicht und weiter ging es nach Oberammergau. Ebenfalls ein Schuss in den Ofen. Am Ende landeten wir in Schongau. Wir waren einfach platt. Die Lust, noch etwas zu unternehmen war einfach nicht vorhanden. Nach einem schnellen Abendessen und etwas fernsehen ging es in die Falle.

12.04.2012

Wir kamen später los als gedacht, aber egal. Tagesziel war Treuchtlingen im Altmühltal. Die Fahrt dorthin war schön und völlig entspannt. Auf dem dortigen Top-Platz fanden wir zwei schöne Plätze nebeneinander und mieteten uns ein.

Auch wenn das Wetter nicht so richtig super war, gingen wir natürlich auf Entdeckungsreise in die Stadt. Klein, ruhig aber sehenswert ist das Urteil.

Am Abend ging es zu einem ortsansässigen Griechen, bei dem wir lecker gegessen haben. Um 22:00 Uhr trafen wir wieder bei den Wohnmobilen ein. Es war kühl geworden. Heizung einschalten, aufwärmen, ... warum geht die Heizung nicht an? Warum ist der Kühlschrank aus? Na super... Jetzt war das Gas alle. Man erinnere sich an Glurns. Da man um diese Zeit nirgendwo noch Gas bekommt, stand eine spannende Nacht an.

13.04.2012

Um 07:45 Uhr bin ich raus aus den Federn und direkt zum Platzbetreiber gegangen, der Gas verkaufte. Eine halbe Stunde später war die neue Buddel eingesetzt und es wurde schnell wieder warm.

Heike und Klaus wollten heute einen speziellen Cache heben und wir die Umgebung erwandern. Das Altmühltal bietet schöne Aussichten und Sehenswürdigkeiten.

Den Rest des Tages haben wir lesend in der Sonne sitzend verbracht. Abends konnten wir zum Glück nochmals gemeinsam grillen. Wer hätte es gedacht, aber Klaus neuer Grill taugte auch als Feuerschale.

Nicht zu vergessen ist, dass Klaus seinen Cache unter erheblichen körperlichen Einsatz gehoben hat. Das war wirklich eine Herausforderung und Leistung.

 

14.04.2012

Der schwerste Moment auf einer Reise mit guten Freunden ist zu bewältigen, wenn man sich verabschieden muss.

Genau das stand am heutigen Morgen an. Am späten Vormittag trennten sich unsere Wege und wir fuhren in Richtung Heimat, genauso wie auch Heike und Klaus. Wir wussten aber, dass wir uns zwei Wochen später schon wieder sehen würden. Damit kann man leben.

Unser Weg führte uns aber noch nicht vollständig nach Hause. Es war weit und irgendwann hatten wir keine Lust mehr weiter zu fahren. So landeten wir im Siegerland in Bad Laasphe. Zwischen einigen Wohnhäusern ist dort ein kleiner Stellplatz, der alles bietet. Wir besichtigten noch die Altstadt und gingen nochmals essen.

15.04.2012

Schönes Wetter, es ist Sonntag. Also macht man einen kleinen Sonntagsspaziergang. Es ging rauf in den Kurpark und zum Mahnmal. Die letzten schönen Eindrücke von dieser Reise. Im Anschluss ging es tatsächlich nach Hause, wo wir am frühen Nachmittag eintrafen. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass Andreas Mutter uns an diesem Abend noch mit einem leckeren Essen verwöhnt hat. Das hat die Reise schön abgerundet. Danke dafür.

 

Es war ein schöner Urlaub zusammen mit Freunden, den wir sehr genossen haben.

 

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