Polen 2015

Polen

15.08.2015 - 06.09.2015

 

               Gefahrene Kilometer 2950 

 

Teil 1: Kolberg, Leba, Danzig, Marienburg, Elblag

Teil 2: Masuren, Torun, Posen

 

Hier gibt es die Reiselandkarte von Polen.

 

 

Lange hatten wir überlegt, ob wir in diesem Jahr nach Polen fahren oder eher ein anderes Reiseland wählen sollten. Dann hatten wir jedoch das Glück, über mehrere Freunde sehr gute Informationen aus erster Hand zu bekommen. Kurz darauf stand der Entschluss fest und nach einer ausgiebigen Reiseplanung starteten wir unsere Reise im August 2015. Zuvor ging es jedoch zu einem Treffen mit einigen Freunden aus der "Campers-World".

Teil 1

15.08.2015

Die heutige Tagesetappe sollte recht kurz ausfallen, da wir zu einem Moderatorentreffen der Campers-World in Olede verabredet waren und der Ort, wie zufällig, auf unserer Route in Richtung Osten lag. Nach dem Frühstück ging es zuhause am Vormittag los und am Mittag trafen wir in Oelde bereits ein. Man hatte uns eine Stellfläche auf dem SP der Pottsbrauerei freigehalten und so konnten wir uns schon bald mit allen zusammensetzen und unterhalten. Wir verbrachten gemeinsam einen schönen Tag mit gemeinsamen Matjesessen und viel Spaß am Abend.

 

16.08.2015

Für uns ging es heute weiter in Richtung Polen. Allerdings wollten wir noch einen Zwischenstopp im Bereich der Uckermark einlegen. Daher steuerten wir den Stellplatz der Marina Eisvogel an und konnten dort einen extrem ruhigen Abend verbringen. Der Tag war sehr heiß und am Abend entlud sich die Hitze in einem Gewitter. Die Marina ist mehr als idyllisch gelegen. Wer richtig Ruhe sucht und ein Beiboot dabei hat, ist hier sicherlich gut aufgehoben. Die Betreiber bemühen sich sehr um ihre Gäste.

 

17.08.2015

Auf nach Polen. Nach dem Frühstück ging es sofort los und über eine streckenweise abenteuerlichen A 11 ging es an Stettin vorbei zur polnischen Ostseeküste. An der Grenze hatten wir uns noch mit der polnischen Mautbox versehen, um nicht mit dem Viatoll Mautsystem in Konflikt zu geraten. Das Etappenziel lautete Kolberg. Dort kamen wir auf dem Camping Baltic / Kolobrzeg gut unter und hatten reichlich Platz uns auszubreiten.

Am Nachmittag hatten wir uns etwas in der unmittelbaren Umgebung umgesehen und erstmals mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut gemacht.

18.08.2015

Erneut war das Wetter uns wohl gesonnen und so zog es uns an den Strand. Der Strand, gerade mal 300 Meter vom CP entfernt, ist in diesem touristischen Ort sehr belebt und so waren wir mehr als überrascht, was alles geboten wird.

Die Speedboote fuhren regelmäßig ab und wir haben sie immer wieder beobachtet. Hat schon etwas, aber man sollte wohl kein Problem mit der Wirbelsäule haben; die Passagiere müssen sehr viele harte Schläge einstecken.

Der Leuchtturm an der Hafeneinfahrt von Kolberg; man kann ihn, zahlt man einen kleinen Obulus, besteigen. Die Aussicht lohnt sich.

Auf der Seebrücke. Am anderen Ende kann man mit den Speedbooten starten oder einfach auch einen Kaffee trinken, etwas essen, relaxen  und die Umgebung genießen.

19.08.2015

Am heutigen Tag wollten wir die Stadt besichtigen. Da das Zentrum zu Fuß gerade mal ca. 30 Minuten vom CP entfernt ist, machten wir uns am Vormittag bequem auf den Weg. Die Stadt zeigt schon einige Gegensätze auf. Von dem wahrlich riesigen "X-Familienhaus", über schön restaurierte Häuser bis hin zu moderner Architektur findet man alles. In der City gibt es einen Fußgängerzonenbereich mit vielen Cafes, Restaurants, Eisdielen und Geschäften. Auch der Kirche und dem Rathaus sollten man Aufmerksamkeit schenken. Wir finden, ein Besuch lohnt sich.

Das Rathaus.

Am Nachmittag hatten wir viel Platz für uns.

20.08.2015m

Von Kolberg hatten wir nunmehr genug gesehen und wir wollten zu einem neuen Ziel umsetzen. Der Weg führte uns nach Leba. Über ca. drittklassige Straßen kamen wir nach knapp drei Stunden dort an. Dort eingetroffen, wurden wir bei der Ortsdurchfahrt zum CP gleich überrascht. In Leba fand die "Leba Bike Week" statt. Eine Woche nur Motorräder und Trikes, dazu reichlich Livemusik. Allerdings nur für Personen, die eine entsprechende Eintrittskarte oder Mitgliedschaft hatten. Hatten wir nicht, darum war nun schauen angesagt. Auf jeden Fall steuerten wir zunächst den Camping 21 Morski an und konnten uns gleich eine sehr schöne Stellfläche aussuchen.

Da das Wetter sehr schön und mehr als ausreichend Zeit vorhanden war, spazierten wir zunächst direkt zum ca. 500 Meter entfernten Strand. Ähnlich wie in Kolberg war dieser ebenfalls sehr belebt; wanderte man ein Weilchen, wurde es aber einsamer und man fand seine Ruhe.

Der Gang führte uns dann weiter zur Hafeneinfahrt, wo wir unter anderem die einlaufenden Schiffe beobachten konnten, darunter die hier überall auftretenden Piratenschiffe.

Im Hafen fand sich noch ein kleiner Wohnmobilstellplatz.

Klein, ungewöhnlich, aber mit dem besten Kuchen und den besten Spezialitäten ausgestattet.

21.08.2015

Man muss sich schon darüber klar sein, dass Leba eine absolute Touri-Hochburg ist. Das mag man oder eben nicht. Für ein paar Tage war uns es auf jeden Fall sehr recht. Die Bike Week hat das Leben zudem extrem bereichert. Am Vorabend (und an allen anderen Abenden auch), fand auf dem Festivalgelände ein Livekonzert statt. Polnischer Hardrock und Metal. Bis ca. 23:30 Uhr war auf cem CP, ca. 700 Meter von der Bühne entfernt, definitiv absolut keine Ruhe zu finden. Das gehört eben dazu. Uns zwingt ja keiner, zu bleiben.

Heute wollten wir die Stadt und die sonstigen "Sehenswürdigkeiten" besichtigen. OK. Kulturell gibt es nicht viel zu sehen und zu zeigen; Spaß haben kann man jede Menge.

Der Eingangsbereich zum Festivalgelände.

Die Innenstadt, der Hafen, der Strand...

Wie gesagt, auch an diesem Abend kamen wir erst sehr spät in den Schlaf, da erneut ein langes Konzert lief.

22.08.0015

Leba hat aber doch noch etwas zu bieten. Der Ort, weswegen wir eigentlich hierher gekommen sind. Dieses sind die bekannten Wanderdünen von Leba. Dorthin ließen wir uns heute fahren und waren sehr erstaunt. Die Dünen sind doch recht viel größer, als wir sie und zuvor vorgestellt hatten.

Von hier aus kann man auch leicht zum Strand gelangen. Sehr belebt natürlich und man hat die Möglichkeit, die knapp acht Kilometer zurück laufen. Das war aufgrund des doch recht warmen Wetters für uns keine Option.

23.08.2015

Am Vorabend, es war schließlich Samstag und die Abschlussveranstaltung der Bike Week fand statt, haben es die Besucher richtig krachen lassen. Daher waren wir heute morgen etwas gerädert. Wir? Nein, nur ich, da Andrea trotz des Lärms, verursacht durch Burn-Outs und diverse Motorradrennen mitten in der Nacht, hervorragend geschlafen hatte. Ich eben nicht. Trotzdem wollten wir heute weiter fahren. 

Das Tagesziel lautete Danzig. Dort angekommen, wollten wir eigenlich auf dem Campimgplatz Stogi einchecken. Haben wir aber nicht. Stattdessen sind wir auf dem benachbarten Stellplatz Osrodekprzywydmach untergekommen. Eine gute Entscheidung.

Da wir heute noch reichlich Zeit hatten, wurde kurzerhand der Roller ausgeladen und es ging zügig zur Westerplatte. Dort wollten wir auf einem bewachten Parkplatz parken und zur Westerplatte laufen, um alles Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Auf dem Parkplatz angekommen, wurden wir fast schon exklusiv behandelt. Die Wächterin versorgte in ihrem Häuschen unsere Helme und versprach ein Auge auf den Roller zu haben (was sie auch tat). Ein dabei stehender Pole sah unser Kennzeichen und fragte ganz verdattert, ob wir mit dem Roller direkt aus Deutschland kämen. Erst bejahte ich dies und er konnte das garnicht begreifen; danach habe ich ihn aber entsprechend aufgeklärt.

Der Weg zur Westerplatte ist von historischen Sehenswürdigkeiten gesprenkelt, die man sich unbedingt ansehen sollte.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz kamen wir entlang der neu angelegten Promenade.

Am Abend zog es uns vom Stellplatz aus nochmals zum nahe gelegenen Strand. Auch dort gab es eine touristische Infrastruktur mit Restaurants, Spieleangeboten, Eisdielen, etc. Der Strand selbst, vor allem, als er sich in der Dämmerung leerte, wurde richtig idyllisch.

24.08.2015

Erneut ein wunderschöner Tag mit viel Sonne stand bevor. Mit der Straßenbahn fuhren wir am Vormittag in die Innstadt von Danzig . Diese Stadt muss man einfach gesehen haben. Wenn man bedenkt, dass sie zum Ende des zweiten Weltkrieges weitesgehend zerstört war, ist es ein Wunder sie in ihrer heutigen Pracht zu sehen. Hier nur ein paar Bilder. Fahrt hin und macht Euch selbst ein Bild von dieser lebendigen Stadt.

 

Den Turm dieser Kirche haben wir dann auch noch erstiegen.

Erst im Inneren besichtigt, dann ...

... insgesamt 409 Stufen bewältigt, um ...

... diesen perfekten Rundumblick zu erhalten.

Weiter ging es bis zur Flusspromenade.

Den restlichen Tag und den Abend haben wir dann am Wohnmobil verbracht, um die vielen Eindrücke wirken zu lassen.

25.08.2015

Wieder wurde der Standort gewechselt. Als Tagesziel war Elblag auserkoren. Auf dem Weg dorthin kommt an in Malbork vorbei; dort muss man unbedingt die Marienburg besichtigen. Man spricht dabei von dem "größten Backsteingebäude nördlich der Alpen". Die Marienburg in ihrem heutigen Erscheinungsbild ist ein Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg, in dem sie stark zerstört wurde und spiegelt das historische Bild des Mittelalters wieder. Der Eintritt und die doch reichliche Zeit, die man investieren muss, lohnen sich auf jeden Fall. Wir waren bestimmt drei Stunden auf Besichtigungstour.

Hier zunächst einige wenige Fotos. Wer mehr sehen möchte von dieser schönen Burg, klickt auf das

Webalbum Marienburg

Danach ging es weiter nach Elblag. Dort kamen wir am frühen Abend an und erlebten auf dieser Reise den ersten Regen. Zwei Stunden schüttete es und wir hingen in einem kleinem Cafe in der Stadt fest. Danach klarte es auf und es war wieder gut. Zuvor hatten wir auf dem stadtnahen Camping Elblag eingecheckt. Nach der Ankunft wollten wir in der Geschäftsstelle der Reederei, welche die Schiffe auf dem Oberländischen_Kanal betreibt, eine Passage auf dem Kanal buchen. Welch eine Enttäuschung: Der Kanal war geschlossen. Wassermangel. Der August war bisher einfach zu schön und alles war zu trocken. Daher war der Wasserstand im Kanal ebenfalls mittlerweile zu niedrig. Der Schiffsverkehr war für mehrere Tage eingestellt worden. Da kann man nichts machen.

An diesem Abend haben wir noch eine Stadtbesichtigung unternommen. Man betreibt in dieser Stadt ein interessantes Konzept der Stadterneuerung. Es müssen nur die alten Grundrisse der ehemaligen Handelshäuser beibehalten werden. Darauf baut man aber modern neu auf, was ein ungewöhnliches Stadtbild erzeugt.

Der Held von Elblag.

 

Weiter geht es mit dem zweiten Teil des Reiseberichtes, der nach Masuren, Torn, Posen und zu einer Reihe Zwischenstopps führt.

Teil 2

 

 

nach oben

 

Copyright 2010 - 2017 by Breckman's wohnmobile Welt