Elektro-Umbauten

Das BreckMobil ist zwar das Wohnmobil, dass wir wollten. Aber was kann man nicht trotzdem noch alles verändern, verbessern oder umbauen, um es sich an die eigenen persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Fängt man ersteinmal an, kommen die Ideen von selbst und man bastelt und bastelt und ...

Hier ein paar Umbauten, die von uns vorgenommen wurden; teilweise durch eine Werkstatt.

1. SOG

2. LED - Licht

3. LED - Außenbeleuchtung

4. Batteriecomputer

5. LED -Ambientebeleuchtung

6. Eine Solaranlage

 

 

 

 

1. SOG

Die SOG fehlte auch noch. Wir wollten unbedingt chemiefrei werden und etwas für die Umwelt tun. Darüber hinaus haben wir mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass wir auf einer Reihe von Stellplätzen nicht entsorgen konnten, weil dies dort nur chemiefrei möglich war. Gerade auf Usedom und am Stettiner Haff ist uns dies besonders aufgefallen.

Also wurde die entsprechende Ausführung für unsere C200 Kassetten gekauft und an einem schönen Tag eingebaut.

Man sollte etwas Zeit mitbringen und das passende Werkzeug bereit halten.

Dies sind ein Kreuzschlitzschraubendreher, eine Zange, eine Säge, ein Akku-Bohrschrauber, ein Topfbohrer ca. 38 mm, ein 5 mm Bohrer, eine Ausdrückpistole, Silikon oder z.B. Sikaflex und 1 - 3 Flaschen Bier. Sind weitere Personen dabei, die ihr "Fachwissen" unbedingt beisteuern wollen, empfiehlt sich evtl. ein ganzer Kasten.

Dann geht es los. Sehr hilfreich ist die wirklich gut aufgebaute Einbauanleitung.

Zunächteinmal wird auf der Außenklappe das Loch für den Lüftermotor fixiert. Man nehme dann den Topfbohrer und bohre das Loch in die Klappe. Tipp: Von beiden Seiten bohren. So bleiben die Bohrränder sauber und es reißt nichts aus. Danach ist der Borhrand am besten mit Silikon oder einem vergleichbaren Produkt auszuschmieren. Der Lüfter wird von innen eingeschoben und mit vier Schrauben befestigt.

Auf der Außenseite wird anschließend der Rahmen aufgeklebt. Dazu wird auf der Rahmenrückseite eine entsprechende Silikonspur aufgezogen und der Rahmen an die entsprechende Stelle aufgedrückt.

Das sieht dann so aus. In der Mitte erkennt man das Bohrloch und den Lüfter.

 

Jetzt wird es etwas kniffeliger. Der Mikroschalter muss eingebaut werden. Aber zunächst muss dafür die Führung für die Schieberöffnung ausgebaut werden. Diese ist mir 4 Schrauben am Dach des Servicefaches befestigt. Von dieser Führung muss ein Stück abgesägt werden. Bitte sich bei diesem Arbeitsschritt unbedingt und sklavisch an die Einbauanleitung halten. Dann ist es ganz einfach. Anschließend das Teil wieder einbauen. Nun schaut man sich die Schieberöffnung mal genauer an. Mir fällt keine bessere Bezeichnung dafür ein. Dies ist drehbares Teil, ebenfalls unter dem "Dach" des Faches. Geradeaus gestellt ist die Kassette geschlossen, dreht man es, nimmte es den Öffnungsmechanismus der Kassette mit und öffnet diese auf dieser Weise. Der Mikroschalter wird am Ende des Schieberöffner eingebaut. Der Einbau wird deutlicher, wenn klar wird, dass bei geschlossenem Mikroschalter kein Strom fließt und bei geöffnetem Schalter Strom fließt und dann der Lüfter läuft.

Hat man die entsprechende Stelle gefunden, an der der Mikroschalter plaziert werden muss, sollte diese Stelle intensiv gereinigt werden. Dafür habe ich Waschbenzin genommen. Anschließend die Schutzfolie des Klebestreifens abziehen und den Schalter aufkleben. Die Klebeseite hat in der Mitte ein Loch. Dieses wird mit einem 5 mm Bohrer durchbohrt, so dass man in den Toiletteninneraum kommt. Mit einer helfenden Hand, die etwas Gegendruck bereitstellt, wird von der Toilettenseite ein Niet durchgeschoben und damit letztlich der Mikroschalter definitv fixiert.

Fertig sieht das so aus: Das erste Bild zeigt den Mikroschalter geschlossen, das zweite geöffnet. Leider schwer erkennbar.

 

 

An dieser Stelle darf man eine Pause machen und eines der Biere trinken. Prost.

Das reicht, es geht schließlich weiter mit der Elektrik. Der Kabelbaum des Mikroschalters wird entsprechend der Einbauanleitung verlegt und an den vorhandenen Lüsterklemmen angeschlossen, welche die restliche Elektrik des WC - Bereiches versorgen. Weiterhin wird der Lüfter an diesen Kabelbaum angeschlossen.

 

Dann ist es fast geschafft. Der beiliegende Schlauch wird auf die richtige Länge gekürzt, dass Ventil der Kassette mit dem Anschlussstück ausgetauscht und fertig. Jetzt sollte nur noch der Funktionstest erfolgreich verlaufen und die Welt ist noch chemiefreier.

 

 

 

2. LED - Licht

Halogenlicht ist schön, LED - Licht ist schöner, praktischer und energiesparend. Sehr energiesparend.

Wir haben alles durch einen Freund aus dem Forum Campers - World in Profiqualität austauschen lassen und sind schlicht begeistert. Wer interessiert ist, kann gerne mal hier klicken: Balge1.de

Mit diesen Spots wurde der Dinettenbereich und das Bad ausgestattet. Leistung à 1,3 Watt.

 Mit diesem Einzelnen wird der Alkoven mehr als ausreichend ausgeleuchtet. Leistung 1 Watt.

 Dies ist der Teil einer Lichtleiste mit 50 LED's, welche die Küche gleichmäßig und hell ausleuchtet. Leistung 3 Watt.

Auf dieser Art und Weise haben wir

den Dinettenbereich von 30 Watt auf 3,9 Watt,

das Bad von 20 Watt auf 2,6 Watt,

den Alkoven von 10 Watt auf 1 Watt,

die Küche von 20 Watt auf 3 Watt leistungsmäßig reduziert und das bei einer besseren Lichtausbeute.

 

 

 

3.  LED - Außenbeleuchtung 

Wir wollten unbedingt eine neue Außenbeleuchtung haben.

Bedingung war:

- LED - Beleuchtung,

- die Markise ist gut beleuchtet,

- das Licht ist dimmbar,

- es sieht einfach gut aus.

Gesucht und gefunden bei einem begnadeten Bastler. Ein Forumsfreund, Bernd (bfb) hatte die Lösung. Also sind wir zu Besuch gefahren und haben reichlich gebastelt.

Nach der Reinigung der Markise wurde der LED - Streifen aufgeklebt. Von Bernd wurde Fingerspitzengefühl gefordert.

Anschließend wurde die Bohrung gesetzt.

Durchführung der Leitung nach innen.

Vorher saß hier die elektronische Steuerung des Womos.

Anschluss der Fernsteuerung inkl. Dimmer.

Alles wieder zusammengebaut. Bei der Gelegenheit wurde auch ein Batteriecomputer eingebaut.

Das Ergebnis. Erst gedimmt, dann volle Leistung.
Am besten natürlich im Freien und bei Dunkelheit zu sehen.

 

 

4. Batteriecomputer

Einen Batteriecomputer hatte ich mir in England bestellt. Das Gerät ist von NASA und stammt aus dem Bootszubehör.

Angezeigt werden aktuelle Ladestände, der aktuelle Verbrauch, die Höhe der Ladeströme und die Restkapazitäten der Batterien in Stunden und Prozent auf den aktuellen Verbrauch hochgerechnet. So kennt man immer den Batteriestand, weiß, ob sie noch in Ordnung sind und kann kontrollieren, ob die Ladegeräte richtig arbeiten.

Bernd (bfb) und ich hatten das Gerät bei der Gelegenheit mit eingebaut.

Erstmal bohren und Kabel verlegen.

Vernetzung mit den Batterien, Einbau des Shunts.

Rechts oben das Gerät fertig eingebaut.

Die Leitungen neu verlegt und fertig.

 

 

5. LED - Ambientelicht

Da wir schon zugange waren, haben wir auch noch unter der Küchenzeile und über der Dinette weitere LED - Lichter eingebaut.

Dazu musste zunächst Strom beschafft werden. Nach etwas suchen konnten Leitungen angezapft werden.

Ein Loch unter der Arbeitsplatte ermöglicht den Einbau des Schalters.

Schon fertig. Erst gedimmt, dann volle Leistung.

Letztlich das Gleiche wurde über der Dinette betrieben. Der Schalter ist im Schrank verbaut.
Erst wieder gedimmt, dann volle Leistung.

 

 

6. Eine Solaranlage

Der Wunsch nach einer Solaranlage hat uns schon länger verfolgt. Nun hat er uns eingeholt.

Der Grund war eigentlich nur, etwas mehr Unabhängigkeit zu erlangen und ein paar Tage länger frei stehen zu können. Die Anlage sollte nicht den Landstrom ersetzen, eben nur unterstützen.

Nun, was braucht man dazu. Hier die Zutatenliste:

- 1 Solarmodul
- Halteelemente samt Verschraubung
- 1 Solarregler
- 1 Dachdurchführung
- Kabel mit einem Querschnitt von 6 mm²
- Kleber
- diverses Werkzeug, wie eine Bohrmaschine, Schraubendreher, etc.
- Reinigungsmittel

Hier mal eine Zusammenstellung der Kollektion

 

Los ging es damit, dass das Modul vormontiert wurde. Die Halteelemente wurden mit den Ecken des Moduls fest verschraubt.

Danach wurde die Verkabelung vorgenommen.

Im nächsten Schritt wurde der entgültige Montageplatz auf dem Womodach festgelegt und dann hieß es putzen. Damit der Kleber richtig haften kann, muss die Dachoberfläche absolut sauber sein. Zum Glück spielte das Wetter mit.

Nächster Schritt: Reinigung der Klebestellen am Modul und Aufbringung des Klebers.

Modul auf das Dach legen und andrücken.

Danach den überschüssigen Kleber entfernen.

Weiter ging es damit, die richtige Stelle für die Bohrung durch das Dach zu finden. Hierdurch werden die Kabel geführt. Gleichzeitig wird die dichtende Dachdurchführung aufgeklebt. Natürlich wird auch hier zuvor die Dachfläche gereinigt.

Fertig aufgeklebt und damit dicht.

Jetzt nur noch die Kabel durch das Womo bis zum Solarregler verlegen, dass ist in jedem Womo eine völlig individuelle Angelegenheit und dann den Regler anschließen. Dies geschieht in unmittelbarer Nähe zu den Batterien.

Fertig.

Wer dann noch einen Batteriecomputer sein Eigen nennen darf, kann jetzt noch die tatsächliche Ladeleistung ablesen.

Auf einen Umstand muss noch hingewiesen werden. Wenn die Kabel am Solarregler angeschlossen werden, ist unbedingt das Paneel zu beschatten. Es liegt schließlich schon Strom an.

Gesamtkosten: Ca. 320 €.

 

 nach oben

Copyright 2010 - 2017 by Breckman's wohnmobile Welt