Reisemedizin

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Damit von vornherein keine Missverständnisse aufkommen: Bei uns ist niemand ein Mediziner.

Gleichwohl möchten wir ein paar grundlegende Tipps geben, die auf der Basis einer sorgfältigen Recherche beruhen. Quellen sind dabei z.B. Informationen von Gesundheitsämtern.

 

Teil 1: Die Reiseapotheke

Bei der Urlaubsvorbereitung denkt meist niemand gerne daran, dass man unterwegs krank werden könnte. Deshalb ist es umso wichtiger, um im Notfall richtig reagieren zu können, eine vernünftig ausgestattete Reiseapotheke mit sich zu führen. Der Umfang richtet sich natürlich nach den persönlichen Bedürfnissen und steht in Abhängigkeit vom Reiseziel, der Reisedauer und nicht zuletzt, der Reiseart.

Für jeden ist klar, dass er die Medikamente, welche er ständig braucht, in ausreichender Menge mit sich führt. Nie vergessen, dabei auf die richtige Unterbringung zu achten. Einige Medikamente müssen z.B. kühl gelagert werden.

Fährt man in das Ausland, ist es sinnvoll, die Originalverpackung mitzunehmen und die Packungsbeilage nicht zu vergessen. So kann im Bedarfsfall bei Sprachproblemen ein Apotheker leichter das richtige Medikament finden.

Folgende Dinge sollten in einer Reiseapotheke nicht fehlen:

Mittel gegen:

  • Magen- Darmbeschwerden, Durchfall
  • Schmerzen / Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Erkältungskrankheiten
  • Sonnenbrand / Insektenstiche
  • Allergien
  • Lippenherpes, wenn man dazu neigt

Mittel zur Wundversorgung:

  • Verbandmittel
  • Heftplaster
  • Elastische Binde
  • Wunddesinfektion

Sonstiges:

  • Mücken- Insektenschutz
  • Schere
  • Pinzette
  • Fieberthermometer
  • Desinfektionsmittel

Auch in diesem Fall nicht zuletzt, sollte man den Bestand und das Gültigkeitsdatum des Erste Hilfe Kastens nicht aus den Augen verlieren.

 

Teil 2: Die richtige Prophylaxe

Regelmäßig bekomme ich einen Schrecken, wenn ich mal wieder höre, dass jemand eine Lastminute - Reise gebucht hat, eine Woche später in irgendein tropisches Land fährt und auf meiner Nachfrage nach einer Impfprophylaxe lediglich die Schulter zuckt.

Das geht ja garnicht!

Genauso wenig darf man dies als Wohnmobilreisender in Europa vernachlässigen. Zugegeben: In Europa ist es schwierig, sich mit tropischen Krankheiten anzustecken. Die Krux liegt darin, das es genug andere lästige Ursachen für eine Erkrankung gibt, bei der man die unterschiedlichste Vorsorgeart hätte anwenden können oder müssen.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass hin und wieder ein Blick in das persönliche Impfbuch nicht schadet. Wann wurde die letzte Tetanusimpfung vorgenommen, wann die letzte Hapatitis - A oder Diphterieimpfung? Es gibt sicherlich weitere überlegenswerte Impfungen, wie z.B. die FSME- und Borreliose Impfung. Genaueres sollte jeder bei seinem Arzt oder bei den Gesundheitsämtern erfragen, welche meist ausgiebige Informationen zu diesem Themenkomplex bereit stellen. Eine reisemedizinische Beratung lohnt auf jeden Fall.

Nebenbei bemerkt: Seit Juni 2007 erstatten zahlreiche gesetzliche Krankenkassen in der Regel Reiseimpfungen gegen folgende Krankheiten:

  • Cholera
  • Diphterie
  • FSME
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Meningokokken - Meningitis
  • Pneumokokken
  • Poliomyelitis
  • Tetanus
  • Tollwut
  • Typhus

Da Krankenkassen jedoch die Neigung haben, entweder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder eigenem Sparwillen, ihr Angebot zu ändern, sollte man ggf. zuvor dort mal nachfragen.

 

Teil 3: Lästige Insekten

Was man über Stechmücken & Co wissen sollte:

Stechmücken kennt jeder. Wer aber kennt z.B. die Tse - Tse Fliege, die Kriebelmücke, Sandmücken oder Stechgnitzen? Wer kennt Raubwanzen oder Bettwanzen? Eher kennt man Zecken, Flöhe und Läuse. Alle können aber unangenehme Stich- oder Bissreaktionen hervorrufen. Die Auswahl ist groß ud Reisende unter uns, die z.B. in Nordafrika überwintern, sollten sich diesem Thema eigenverantwortlich widmen.

Warum stechen oder beißen Insekten?

Weibliche Insekten brauchen Blut, damit ihre Eier heranreifen können. Eine männliche Mücke würde z.B. niemals stechen. Die meisten männlichen Insekten kommen mit Nektar und Pflanzensaft aus. Männliche und weibliche Stechmücken unterscheiden sich dadurch, dass das Männchen in der Regel federartige Fühler hat.

Wann stechen oder beißen die Insekten?

Tagsüber oder nachts? Drinnen oder draußen? Wenn man das immer so leicht sagen könnte. Grundsätzlich hängt es davon ab, welche Art es ist, ob man sich auf dem Land oder in der Stadt aufhält und vor allem in welchem Teil dieser Welt.

Behandlung von Mücken- und Insektenstichen

Als erste Hilfe bei Stichen nützen Eiswürfel, aufgelegte Zitronenscheiben oder Umschläge, die mit essigsaurer Tonerde oder Essigwasser getränkt sind. Gegen des Juckreiz helfen entsprechende Salben, die Bestandteil einer jeden Reiseapotheke sein sollten (siehe oben). Bei sehr starken allergischen Reaktionen ist u.U. ein Arztbesuch angezeigt.

Wie kann man Mücken- und Insektenstiche vermeiden?

Jeder kann sich vor Stichen schützen und damit eine Erkrankung vermeiden. Gegen verschiedene Erkrankungen helfen Impfungen oder Medikamente, jeweils als Prophylaxe. Hierzu muss sich aber jeder bei einem entsprechenden Arzt oder bei seinem Gesundheitsamt beraten lassen. Die Faktoren, die eine derartige Maßnahme indizieren, unterliegen einem ständigem Wandel. Nicht zu vergessen ist die eigene gesundheitliche Verfassung. Also: Fragt Euren Arzt nach dem, was sinnvoll ist.

Der beste Schutz ist jedoch die Vermeidung von Stichen. Am einfachsten wahrscheinlich mit der richtigen Kleidung. Nach dem Einbruch der Dunkelheit sollte körperbedeckende, möglichst helle Kleidung getragen werden. Um Zeckenangriffen vorzubeugen, sollten im hohen Gras Stiefel getragen und die Hosen in die Socken gesteckt werden.

Zu den Insektenschutzmitteln möchte ich an dieser Stelle nichts weiter anführen. Es gibt am Markt eine große Auswahl an Repellentien die hierfür genutzt werden können. Jedoch hat auch hier jeder seine persönlichen Vorlieben.

 

Wie geht es weiter mit diesem Thema?

Wenn zwischendurch aktuelle Informationen von den jeweiligen Fachstellen eintreffen, werde ich versuchen, diese aufbereitet hier bereit zu stellen. Wer möchte, kann mir natürlich einschlägige Information zur Verfügung stellen.

 

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